Zeitschrift der Gespannfahrer


 Einsteiger-Tipps
    
  1. Einleitung
      2. Los geht´s
      3. Die Fragen

          
 - Die Technik

      4. Kinder, Kinder
      5. Die Kosten
        
   - Umbau
        
   - Gebraucht
       
    - Neukauf
       
    - Finanzierung
      6. Zusammenfassung

Die Technik

Für den Betrieb mit Beiwagen muss das Motorrad (die Zugmaschine) entsprechend umgebaut werden.

Es sind dazu nötig:
1. Ein maschinenseitiger Hilfsrahmen bzw. Anschlusskit
    (nicht bei Oldtimern)
2. Die Anpassung der Fahrwerksgeometrie an den Gespannbetrieb
    (evtl. Vorderradschwinge, Nachlaufänderung)
3. Sowie in den meisten Fällen:
     langlebige Autobereifung auf speziellen Rädern

Grundsätzlich gilt:
Alle Motorräder können zum Gespann umgebaut werden.

Am einfachsten ist der Umbau bei Motorrädern mit Doppelschleifen- Stahlrohrrahmen möglich. Hier reicht in der Regel ein Hilfsrahmen, der gleichzeitig die maschinenseitigen Anschlüsse trägt.

Aufwändiger sind Motorräder mit Brückenrahmen bzw. Rahmen, in den der Motor als tragendes Element integriert ist. Hier ist die Konstruktion eines aufwändigen Hilfsrahmen nötig.

Bei Motorrädern mit Aluminiumrahmen werden in der Regel Verstärkungen aus Stahlrohr montiert bzw. das Motorrad gleich auf Achsschenkellenkung umgerüstet.

Dazu kommt, soweit nötig bzw. gewünscht, die Montage einer Vorderradschwinge

Vor- u. Nachteile der Vorderradschwinge:
      + gespannübliche Geometrie und dadurch leichtgängige Lenkung
      + Federung auf das Gespanngewicht angepasst 
      - Kosten ab etwa 1000 EUR
      - Spurrillenempfindlichkeit (besonders bei Autoreifen) möglich

Vor- u. Nachteile der Telegabel:
      + keine Umbaukosten
      + evtl. wahlweiser Eintrag Solo/Gespannbetrieb möglich
      + keine Spurrillenempfindlichkeit durch Solobereifung
      - schwergängige Lenkung durch zu großen Nachlauf möglich
      - Verwindungserscheinungen bei Kurvenfahrt möglich
      - Einbau langlebiger Autobereifung schwierig
      - Federung schlecht auf das höhere Gesamtgewicht anzupassen

Gespannräder
Moderne Gespannräder werden in den Größen 15“- und 14-Zoll gefertigt, bei sehr sportlichen Gespannen ist auch die Größe 13-Zoll möglich. Sie haben eine erhöhte Radlast und sind für die im Gespannbetrieb auftretenden Querkräfte ausgelegt.
Fast alle Hersteller verwenden heutzutage Verbundräder. Die Felgenbreiten können so individuell bestimmt werden.

Vor- u. Nachteile von Gespannrädern:
      + höhere Radlast
      + Verwendung von schlauchlosen Reifen möglich
      + Deutlich längere Lebensdauer bei Autoreifen (ca. plus 80%)
      + Reduzierung der Übersetzung
      - Kosten von ab etwa 1000 EUR
      - Räder sind in den seltensten Fällen korrosionsbeständig

Über Gespannräder gibt es ein eigenes Kapitel im Buch "Fragen & Antworten". Es ist zum Preis von 9,- Euro über den Shop zu beziehen.

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