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Lästerhaftes
Verhalten?
Zum
Reisebericht Texel in M-G 58.
Ich
bin mit eurer Zeitung im großen und ganzen zufrieden und freue mich auf
jeder Ausgabe. Eure Fahrberichte beschränken sich
auf das Wesentliche und sind trotzdem informativ.
Aber meint ihr nicht, das ihr euer lästerhaftes Verhalten über
die Ostblock-Technik übertreibt? Warum muss das immer ein Dnepr oder Uralfahrer
gewesen sein, wenn Motorradzubehör gefunden wird. Vielleicht war es ein
Harleyfahrer, der seine Tube Loctite vergessen hat oder er hat festgestellt,
dass an sein Motorrad Teile von Marke aufgehender
Sonne verbaut wurden oder ein Japanfahrer
hat den Drehzahlbereich überschritten? Was ich damit sagen will: Man
kann einen Witz ein- oder zweimal erzählen. Wiederholt man
sich, wird der Witz langweilig. Also denkt bitte bei den Fahrberichten darüber
nach, wie oft ihr über die selbe Sache lästert.
Denn wir fahren alle nur Motorrad und keine
Wunderdinger. Bei der nächsten Panne bist du vielleicht froh wenn
dir ein Fahrer hilft, der ein Fahrzeug fährt, das aus dem Ostblock stammt.
Ansonsten wünsche ich euch viele pannenfreie Kilometer
und macht weiter so Ich selber fahre ein
Ural-Gespann und das seit mehreren Tausend gefahrenen Kilometern: Und nicht nur
Einfahrt rauf und runter.
Ribana per E-Mail
Kein
Mensch schraubt?
Da gibt es endlich ein Mittelklassemotorrad mit geregeltem Katalysator und kein Mensch schraubt einen Beiwagen dran. Oder vielleicht doch? Eine Kombination von BMW F 650 und Bobby von Motek wäre doch recht nett
M. Sander, Moers
Anm. d. Redaktion: Es wurde bereits geschraubt. Im Juli/August stand die neue BMW F 650 GS bei der Firma Stern auf der Bühne. Wegen des neuen Rahmens ist der Umbau sehr aufwendig. Allein um das hintere Federbein auszubauen, um zum Beispiel eine stärkere Feder zu montieren, muss der Tank entfernt werden. Auf alle Fälle erhielt die BMW eine geschobene Schwinge, 15“-Speichenräder und einen EZS-Compact als Stützrad.
Zu
teuer?
Wir
haben den Bericht in der Motorradgespanne Nr. 58 über den Umbau einer NTV mit
dem EZS-Compact gelesen.
Super dachten meine Frau, ich und mein Tochter. Endlich
ein Gespann, das man sich leisten kann. Die NTV besitzen wir bereits. Also schnell
bei der Firma Carell angerufen und erhielten den Preis: Ab 15.000 bis 20.000 Mark.
Es ist eigentlich schade. Nach dem
Bericht dachten wir einen Umbau gefunden zu haben, den sich eine Familie mit Kind
leisten kann, ohne gleich zur Bank zu laufen. Wenn für den Umbau eines
Mittelklassemotorrades fast 20000 Mark fällig werden, müssten wir noch
lange auf ein Gespann warten, oder auf dem Gebrauchtmarkt suchen.
Ich musste
mal meinen Ärger über die hohen Preise Luft machen.
Stefan Ringl, Per E-Mail
Falsche
Felge?
Mein
Gespann, eine MZ 500 mit Watsonian Monaco, wurde vor einigen Jahren von AT Zweirad
in Dormagen gebaut. Der TÜV hat die Felge 3.00 D x 15 eingetragen, tatsächlich
ist aber eine Felge mit der Kennung TCR eingebaut. Erst durch den Leserbrief
von Herrn Krämer aus Remscheid habe ich mir die Felgenkennung angesehen
und bemerkt, dass eine falsche Felge eingebaut ist.
Angeregt durch das Forum
habe ich mir vor einigen Wochen die Felge etwas nach links umspeichen lassen und
den Conti 135/70 x 15 aufgezogen. Gibt es eine Möglichkeit, Motorradfelge und
Smartreifen zu legalisieren?
Reiner
Lehmann, Alfter
Anm. d. Red.: Sie werden nicht umhin kommen, die richtige Felge zu verwenden. Das sollten Sie auch im eigenen Interesse der Sicherheit tun.
Warum?
Die Zeitschrift Motorrad-Gespanne liest sich für mich in der letzten Zeit wie ein Werbeblatt der deutschen Gespannhersteller, um dem Leser Gespanne zu absolut utopischen Preisen schmackhaft zu machen. Desillusioniert durch Umbaupreise von 20.000 bis 25.000 Mark für ein familienfreundliches Gespann orientierte ich mich in der französischen Gespannszene und wurde fündig: Umbau einer Yamaha XJR 1200 mit 14“-Kitt, Schwinge und 2-Sitzer-Beiwagen für 13.000 Mark. Da Ihnen der Hersteller dieses Angebotes Produc`Side in Malataverne bekannt ist, hätte ich erwartet, dass sie dieses interessante Angebot Ihren Lesern vorstellen. Mein Verdacht ist folgender: Sie können interessante und günstige Produktionen aus dem europäischen Ausland nicht vorstellen, da sonst die deutsche Händlerschaft ihre Werbeseiten in der Zeitschrift kündigt. Warum ist es nicht möglich, in Deutschland ein familienfreundliches Gespann unter 30.000 Mark zu erwerben?
Thomas
Jung, F-Spicheren
Anm. d. Redaktion: Warum es in Deutschland nicht möglich ist, ein familienfreundliches Gespann für unter 30.000 Mark zu erwerben, müssen wir die Händlerschaft fragen. Mit der Gespann-Vertriebs-Gemeinschaft (GVG) vor einigen Jahren waren Ansätze in dieser Richtung zu sehen. Ein komplettes Suzuki-GSX-1100-G-Gespann kostete unter 30.000 Mark. Produc`Side in Frankreich ist uns selbstverständlich bekannt, in der Regel auch die verschiedenen Angebote dieses Herstellers. Allerdings macht es keinen Sinn, Preisangebote aus Frankreich zu veröffentlichen. Denn damit sind noch keinesfalls Transportkosten, TÜV und Zulassung geklärt. Dem Vorwurf, ein Werbeblatt der deutschen Gespannhersteller zu sein, müssen wir allerdings entgegentreten. Dem Eigenbaubereich räumen wir in fast jedem Heft einen großen Teil ein - messen Sie uns mit anderen Zeitschriften.. Leserberichte und Erfahrungen werden ebenso veröffentlich wie alle Tipps, die den Geldbeutel entlasten. Und dass der ein oder andere Händler schon mal seine Anzeigen gekündigt hat, weil er mit der Berichterstattung nicht einverstanden war, ist schon öfter vorgekommen als der Leser es vielleicht bemerkt. Wir machen eine Zeitung für unsere Leser und denen sind wir verpflichtet. mf
Rücksichtslose
Verkehrsteilnehmer?
In
meinem Schreiben möchte ich mich auf den Brief der Firma Motowig in Motorrad-Gespanne
Nr. 58 zum Thema „Sicherheit“ beziehen! Und ich würde gern über euere Zeitschrift
eine sinnvolle Diskussion zu diesem Thema anstoßen wollen.
Sicherheit! Das
war für uns (Papa 31 Jahre, Mama 28 Jahre, Elisa 13 Monate und Erik knapp 3 Jahre)
stets eine zentrale Frage, als wir uns 1998 entschieden auf ein Gespann umzusteigen.
Wir kauften unser Gespannmotorrad, eine VN 1500 von Kawasaki, und sparten dann
zwei Jahre auf den Seitenwagen. Dieses Jahr war nun der Augenblick gekommen und
wir ließen unsere VN bei Helmut Walter mit einem Jewell-Zweisitzer zum Gespann
umbauen.
Angst hatte ich zu Beginn nur vor meiner fehlenden Fahrpraxis, die
ich durch das Buch „Handbuch für Gespannfahrer“ von Edmund Peikert aufbessern
wollte. Das Buch gab wirklich gute, verständliche und praktische Hinweise, die
mir ein bis heute unfallfreies Gespannfahren ermöglichen. Als ich mich „eingefahren“
hatte, machten wir mit unseren Kindern jedes Wochenende einen Gespannausflug im
Thüringer Wald.
Das große und in der verfügbaren Presse auch stets gewichtige
Problem der Beherrschung des Gespannes trat in den Hintergrund und ein anderes
Problem, welches ich nicht beeinflussen kann, wurde immer deutlicher: Fehlende
Vorsicht und Rücksicht der anderen Verkehrsteilnehmer! Ungezählte rücksichtlose
Überholmanöver des Gegenverkehrs, fast ein schwerer Unfall, als uns von einer
Frau in Gera die Vorfahrt genommen wurde, und viel zu dichtes Auffahren auf das
Gespann.
Besonders aber macht mir das zu knapp seitliche Vorbeifahren der
anderen Verkehrsteilnehmer und das Fahren des Gegenverkehrs auf unserer Fahrbahn
z.B. bei schnellen Kurvenfahrten oder beim Überholen zu schaffen! Stell Dir vor,
ein Sattelzug überholt mit voller Fahrt einen Fahrradfahrer und zieht vor Deinem
Gespann auf Deine Fahrbahn! Du kannst nicht rechts rüber, da ist kaum Platz! Im
Nachhinein frage ich mich oft, warum nur so rücksichtslos gefahren wird? Denkt
denn jeder nur er oder sie ist allein der Nabel der Welt und der Rest soll warten?
Oder haben viele beim § 1 der StVO geschlafen? Jedenfalls haben wir einige negative
Erlebnisse gemacht, welche mich schon zu der Überlegung bringen das Gespannfahren
aufzugeben, um nicht die Familie zu gefährden.
Doch eigentlich will ich das
nicht, denn es war immer mein Traum mit der Familie im Gespann unterwegs zu sein!
Darum möchte ich gern mal wissen, wie andere Gespannfahrer mit solchen Gefahren
umgehen und was sie zur Verbesserung getan haben! Ich selbst denke zur Zeit über
einen nicht TÜV-konformen großen Scheinwerfer auf dem Seitenwagen , über eine
Warnblinkanlage und linksseitige Abstandshalter nach!
Ingo Rüppner, Zeitz
Anm. d. Redaktion: Unser Leser Ingo Rüppner hat ein Thema angerissen, mit dem wohl schon mal jeder Gespannfahrer konfrontiert wurde. Schreiben Sie uns Ihre Meinung.
Keine Probleme
An meinem 1000er Boxer-Gespann Baujahr 1978 fahre ich seit mehreren Jahren den Umbau der Firma FuTech. Jeden Winter fahre ich durch. Die tiefste Temperatur für den außenliegenden Ölfilter und den Ölkühler mit Thermostat waren minus 25 Grad. Ich hatte noch nie Probleme. Mein Boxer hat inzwischen 245.320 Kilometer im Originalzusrtand hinter sich und läuft immer noch gut.
Klaus Kainhuber, München
Gewusst
wie!
Gewusst
wie, dachten sich wahrscheinlich auch die Mechaniker der Giessener BMW-Werkstatt,
nachdem sie den Entlüfter-Nippel des originalen EML-Bremssattels nach einer erfolglosen
Getriebereparatur abgerissen hatten.
Da ein originaler Sattel nicht aufzutreiben
war, sandte mit Falk Hartmann kurzer Hand einen Grimeca-Sattel zu. Dieser
wurde wiederum in der Giessener Werkstatt montiert. Schon beim nach Hause
fahren stellten sich Schleifgeräusche in Linkskurven ein. Die Rücksprache mit
dem Werkstattmeister brachte dann
die Erkenntnis, dass der neue Sattel wohl etwas „zurechtgeschliffen“ werden musste
und man auf keinen Fall „mehr abnehmen“ könne.
Fachgerechte Abhilfe schuf
ein bei BMW-Enders, speziell angefertigter Distanzring, der das Beiwagenrad leicht
nach außen versetzt. Da sich das Rad nach dieser Maßnahme bis heute „schleiffrei“
dreht, hat wohl jede Werkstatt ihre eigene Auffassung von „gewusst wie“.
Uwe Mohr, Solms Niederbiel
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