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Öliges für coole Typen





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Ölsumpfheizung

Auszug aus einem Bericht der Zeitschrift Motorrad-Gespanne Nr. 60

Eisige Temperaturen. Das Motoröl wird zäh und Sie haben Probleme den Motor zu starten. Alfred Heisinger hat die Lösung für alle Winterfahrer.

Bald kommt die schönste Jahreszeit für viele Gespannfahrer, der Winter. Wer noch nie in winterlich verschneiter Landschaft und im Schneetreiben das Fahren und Driften erlebt hat, wird die Begeisterung der Winterfahrer kaum nachvollziehen können. Viele treibt es im Winter bis nach Skandinavien, um die wahren Freuden eines Gespannfahrerlebens zu erfahren.

So manche Probleme technischer Art, die durch Minusgrade entstehen, sind für findige Tüftler eine zusätzliche Herausforderung. Oft wird der morgendliche Kaltstart zu einer Prozedur. Die kalten Temperaturen lassen das Öl zäh werden, und auch eine neue Batterie ist bei minus 10 Grad bald am Ende.

Von richtigen Fahrensleuten und Windgesichtern bekam ich den Tipp für die Ölsumpfheizung. Um nie mehr mein gutes altes Zweiventil- Boxer-Gespann über eine Blechdose mit Benzin auf Betriebs- und Starttemperatur bringen zu müssen, besorgte ich mir die erforderlichen Zutaten und holte das Werkzeug aus der Ecke. Auf der Einkaufsliste stand:

• Ölsumpfheizung (100 Watt) inkl. Tauchhülse aus dem    Kühlmaschinenbau
• Ölwannenzwischenring
• Kurzes Stück Kabel mit Stecker für 220 Volt

Als erstes bohrte ich eine entsprechende Bohrung in die hintere Wandung des Zwischenringes und schnitt ein passendes Gewinde für das Tauchrohr hinein. Da mein BMW-Zwischenring zwei Stege hat, musste auch der hintere Steg entsprechend angebohrt werden, um für das Tauchrohr den nötigen Platz zu schaffen. Anschließend wurde der Zwischenring montiert. Dabei ist zu beachten, dass je nach Hersteller die Ölmenge zu erhöhen ist. Jetzt musste nur noch die Ölsumpfheizung in das Tauchrohr geschraubt und die Anschlüsse gut isoliert werden. Bei mir endet das Anschlusskabel im Rahmendreieck. Das etwa 50 Zentimeter lange Kabel befestigte ich mit Kabelbindern im Rahmendreieck. Bei meinen Wintertouren habe ich nun immer eine 10 Meter lange Kabeltrommel im Beiwagen, um die Ölsumpfheizung anzuschließen.

Die Ölsumpfheizungen findet man im Kühlanlagenbau. Es sind verschiedene Leistungen von 70 bis 200 Watt lieferbar. Den alten Ölmessstab ersetzte ich durch einen mit Temperaturanzeige. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass 100 Watt ausreichen. Auch bei minus 30 Grad Außentemperatur hat das Öl noch eine Temperatur von etwa 10 Grad Plus. In Skandinavien gibt es jede Menge Wintercampingplätze mit elektrisch beheizten Blockhütten. Man findet immer eine Steckdose, um die Ölsumpfheizung anzuschließen. Vor fast allen Hotels und Pensionen sind auf den Parkplätzen Steckdosen, da die skandinavischen Autos ähnliche Heizsysteme im Wasserkreislauf haben.

Je nach Motorrad ist ein Ölwannenzwischenring nicht erforderlich. Ältere Guzzi-Modelle haben eine sehr hohe Ölwanne, die genügend Platz bietet, den Heizstab zu montieren. Es muss jedoch auf alle Fälle überprüft werden, dass keine Schwallbleche oder Ansaugglocken im Weg sind oder verdeckt werden.

Lieferbar ist die Ölsumpfheizung über den Kältefachgroßhandel wie zum Beispiel Frigotechnik, Reiss, Schiessl, Kälte Fischer oder Schick Emzet. Adressen findet man im Branchen-Telefonbuch oder in den Gelben Seiten.