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Gespannfahren ist:
  • Wilder Spaß
  • Trend machen
  • Eine wahnsinnige Geschichte
  • Absolute Begeisterung
  • Das gewisse Etwas
  • Eine einmaliges Ergebnis
  • Die Verkörperung eines
    Lebensgefühls
  • Mit dem Gespann durch kleine Orte zu fahren und zu wissen:
    So einer wie ich ist heute noch nicht durchgekommen
  • Geil
  • Meine liebste Lebensart
  • Totale Leidenschaft
  • Das Gefühl dazuzugehören
  • Ein Spitzenerlebnis
  • Rebellion gegen die Zweiradmasse
  • Gefühl pur
  • Ein Hobby mit Seele
  • Motivierend und inspirierend
  • Gespannfahren: man kennt sich, man lernt sich kennen, man
    grüßt sich, man redet miteinander
  • Ausdruck meiner Person...

Ausgabe Nr. 116
März/April 2010

Leitartikel

Story

Inhaltsverzeichnis

Voraussichtlicher Versandtermin
für Heft Nr. 117: 30. April 2010

-klick - Titelbild der aktuellen Zeitschrift

Leitartikel 

Martin Franitza Suppe ohne Salz?

Das in Betracht gezogene Gütesiegel des Gespann- Herstellerverbandes (BVHK) ist vom Tisch (Wir berichteten in den Heften 111/112). Bei einer Sitzung im letzten Jahr wurde das BVHK-Zukunftsprojekt auf Eis gelegt. Für mich unverständlich, denn in Brüssel arbeitet man an Richtlinien, die auch die Zulassung von Gespannen betreffen. Die Absicht, als Ersatz für das Gütesiegel ein Qualitätsmanagement auf Basis ISO 9001 einzuführen, trägt wenig zur Problemlösung bei.

Nachdem der TÜV bei der Firma Müller-Gespanne schon im Sommer Schwierigkeiten bei der Abnahme von Gespannen machte, hatten im September die Firmen Mobec und Müller- Gespanne ein Meeting mit dem TÜV Hannover, um nach einer Lösung zu suchen.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung des BVHK in Ingelheim wurden dann die Ergebnisse des Meetings vorgestellt, und es entstand bei den Teilnehmern der Eindruck, dass der TÜV als Folge des Treffens nun beabsichtigt, eine Richtlinie zu erarbeiten, die verifizierten/ zertifizierten Gespannherstellern bei der Abnahme von Gespannen deutliche Vorteile einräumt. Mit anderen Worten, Gespanne könnten nur noch abgenommen werden, wenn der herstellende Betrieb verifiziert ist. Nur wenige Gespannhersteller sind verifiziert. Das ist auch nicht nötig. Denn die Zulassungsbestimmungen sprechen von einer Verifizierung nur bei Serienfertigung. Welches Gespann, außer von der Firma W-Tec, ist aber eine Serienanfertigung?

Wie so oft wurde das Thema im Internet zerlegt, zerpflückt, von allen Seiten betrachtet und teilweise unter der Gürtellinie diskutiert. Das wiederum sorgte beim BVHK für Missstimmung. Nachdem Manfred Beck von der Firma Mobec in einem Rundschreiben an alle Gespannhersteller klarstellte, dass das Gespräch mit dem TÜV nicht zum Ziel hatte, eine generelle Verifizierung der Hersteller nach ISO 9000 ff zu fordern, ebbte die Diskussion letztlich ab.

Ende gut, alles gut? Immerhin wurden bei der BVHK-Jahreshauptversammlung während der Ausstellung in Karlsruhe Ende Januar die Probleme ausdiskutiert und eine klare Linie für die Zukunft beschlossen.

Fakt ist, dass nicht nur der TÜV Hannover beauftragt wurde, Richtlinien für die Abnahme von Gespannen zu schaffen, sondern dass auch Brüssel daran arbeitet. Einen Alleingang des TÜV Hannover wie bei der Euro-3-Abgasgeschichte müssen die Hersteller von vorneherein ausschließen. Denn Entscheidungen am grünen Tisch von Herren, die keinen Einblick in die Gespannszene haben, können wir nicht brauchen. Man muss von vorneherein für Rechtssicherheit sorgen und nicht erst durch kostenintensive Anwälte einfordern wie bei der Abgasregelung Euro 3 geschehen.

Aus diesem Grund sitzt jetzt der BVHK beim TÜV Hannover mit am Tisch. Beim Thema Begutachtung von Gespannen ist im Moment angedacht, die seit Mitte letzten Jahres von der EU als Vereinfachung des Abnahmeverfahrens geschaffene Möglichkeit der Eigenzertifizierung des vorgestellten Produktes für alle Gespannhersteller anwendbar zu machen.

Das heißt vereinfacht: Sie erklären schriftlich, dass das Produkt den geltenden Regeln der Technik entspricht und über die erforderliche Betriebssicherheit verfügt. Diese Eigenzertifizierung wäre eine interessante Lösung für alle Beteiligten. Die Hersteller müssen nicht mehr die immensen Kosten aufwenden, um einen Hilfsrahmen oder eine Achsschenkellenkung prüfen zu lassen. Der TÜV kann seine selbstauferlegte Dokumentation komplettieren und nimmt sich wohl aus der Verantwortung

Wichtig für uns Gespannfahrer ist in diesem Zusammenhang die Frage: Was passiert in Zukunft mit den vielen Eigenbauten? Da es sich ja nicht um gewerblichen Gespannbau handelt, dürfte hier noch der „anerkannt amtliche Sachverständige“ (aaS) gefordert sein. Ich hoffe, dass TÜV und BVHK diese Möglichkeit in ihre Überlegungen und Entscheidungen einbeziehen. Denn eines ist klar: Alle Gespannhersteller etablierten sich einst aus dem Hobby heraus. Ihre Vergangenheit sollten sie bei allen Überlegungen für die Zukunft nicht leugnen. Die Eigenbauten dürfen nicht verschwinden. Denn wenn das Salz fehlt, schmeckt die Suppe fad.



Martin Franitza


- Story aus dem aktuellem Heft (Text- und Bildauszug) -

Einst gab es Harley-Gespanne serienmäßig. Heute sind die Gespannhersteller gefragt. Dabei steht das potente Triebwerk der V-Rod besonders in der Gunst der Harley-Fans. Die holländische Firma LBS verpasste dem V-Twin ein Breitreifenfahrwerk und den BoxerS-Beiwagen. In einem ausführlichen Fahrbericht muss die Kombination ihr Können unter Beweis stellen.

Zwischen deinen Beinen bollert die Hölle. Zwei bierglasgroße Kolben stemmen 125 PS auf die Kurbelwelle und lassen das Motorrad vorwärts marschieren, als gäbe es kein Morgen. Schier endlose Kräfte mobilisiert der V-Twin, treibt unaufhaltsam den Drehzahlmesser nach oben, bis der Begrenzer dem spaßigen Treiben ein jähes Ende setzt. Hochschalten. Der Spaß beginnt von Neuem.

„Steigen Sie ein, nehmen Sie Platz! Und ab geht die Post.“ Wie aus den übersteuerten Lautsprechern eines Fahrgeschäftes auf dem Jahrmarkt könnte man den Motor anpreisen. Das sirenenartige Uiii-uiii-uiihhh kommt spätestens auf der Probefahrt von selbst hinzu. Das V-Rod-Aggregat von Harley-Davidson ist ein überzeugender Motor. Ideal für Gespannbetrieb?

Ad Donkers, der stets gut gelaunte Chef der Firma LBS, verpasste dem Milwaukee-Bike ein 17/18-Zoll-Fahrwerk. Ein Unikum, zumindest in der kurzen Geschichte der V-Rod-Gespanne. Und so erweitert sich unser Fragenkatalog um weitere Punkte: Wie verhalten sich die extrem breiten Schlappen bei Kurvenfahrt? Bietet der breite 17-Zöller im Vorderrad noch einen einwandfreien Geradeauslauf? Wie ist das Eigendämpfverhalten der extremen Niederquerschnittsreifen?

Harley-Davidsons V-Rod hat einen Stahlrohrrahmen. Für Gespannhersteller sind das gute Voraussetzungen für den motorradseitigen Umbau. Ein angeschraubtes Rahmenrohr auf der rechten Seite erlaubt es, die Beiwagenanschlüsse frei zu positionieren. Unter der Sitzbank findet sich der stabile Punkt, an dem der hintere obere Anschluss direkt montiert werden kann. Die Telegabel weicht einer gezogenen Vorderradschwinge. Sie verkürzt den Nachlauf und sorgt so für...

... <<Ende des Textauszuges>>

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Inhalt

| TITELSTORY

  • Gute Laune serienmäßig?

  • Amerikanisches Schwermetall trifft französisches Beiwagendesign. Ob nach einer Heirat einer Harley-Davidson V-Rod mit dem BoxerS-Beiwagen der Firma LBS wirklich gute Laune serienmäßig ist, muss ein Test beweisen.

| Vorstellungen und Fahrberichte

  • Zwischenbericht

    Was macht eigentlich das Royal-Enfield-Gespann von Andreas Öttl? Kann er sich noch immer auf den indischen Eintopf verlassen? Ein Zwischenbericht.

  • Das neue Spielzeug

    Ein Suzuki-Bandit-Gespann mit Rollstuhlhalterung und Rückwärtsgang. Erfahrungen von Stefan Bayer.
  • Die Fahrmaschine

    Die Fahrmaschine bricht mit Konventionen. Im Vordergrund steht der gemeinsame Fahrspaß.

| Technik und Praxis

  • Es bremst!

    E r verwandte ausschließlich Gebrauchtteile für den Umbau seines Ural-Gespanns auf Scheibenbremse. Wertvolle Tipps von Christian Lindstedt. I

  • Individuell gefertigt
  • „Erst wenn der Kunde zufrieden ist, bin auch ich zufrieden!“ Das Statement von Allan Watson beschreibt seine Vorstellung über die Fertigung individueller Federbeine für Gespanne.

  • Generalüberholt

    Nach fünf harten Wintern ist unser Redaktionsgespann in einem desolaten Zustand. Gedanken über kostensparende Maßnahmen bei der Renovierung.

  • Ursachenforschung
    1. Pannen bei Smart-Reifen auf Speichenfelgen sind keine Seltenheit. Hans-Rainer Huth ging auf Ursachenforschung.
| Magazin
  • Frühjahrserwachen

    Sicherheit geht vor. Gespannfahrerlehrgänge in Deutschland. Jeder sollte mal mitmachen.

  • Standortfrage
  • Gespannhersteller im Fokus der Messe „Faszination Motorrad“ in Karlsruhe. Was gibt es Neues? Wie wurde der Umzug nach Karlsruhe angemommen?

  • Eine Liebe auf drei Rädern

    Portrait des Weltreisenden und Buchautors Joachim Ahlers.

  • Versicherungspoker

    Welche Versicherung nimmt Motorräder mit Beiwagen auf, ohne dass bei Teil- oder Vollkaskoschutz horrende Prämien zu bezahlen sind? Wir haben für Sie nachgefragt.

| Eigenbau

  • Traum des Hinterhofmechanikers

  • Er bezeichnet sich selbst als Hinterhofmechaniker. Doch sein BMW-Eigenbau mit Wasp-Rahmen versetzt uns in Staunen.

| Abenteuer

  • Gemischter Achter

    Gespanne und Solomaschinen gemeinsam unterwegs. Kann das gut gehen? Ein Tourenbericht ins Erzgebirge.

| For ever joung
  • Nicht ganz freiwillig...
  • ... kam Dirk Rayker zum Gespannfahren. Und machte aus einem alten EML-BMW-Gespann ein schmuckes Alltagsgefährt mit immer noch nostalgischem Flair

| STANDARDS

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